Mobilität ist der große Leitgedanke unserer Zeit. Das Handy ermöglicht eine Bereitschaft rund um die Uhr. Nun ist es via mobilem Internet mit einem Surfstick auch möglich, von überall aus schnell und einfach mobil in das Internet zu gehen. Vom Aussehen her verwandt mit einem USB-Stick, ist der Surfstick in höchstem Maße leistungsstark und genauso leicht an Notebook oder Laptop über den USB-Port anzuschließen.
Mobiles Internet mit Surfstick Funktionsweise
Surfstick Technische Unterschiede
Technische Alternativen
Mobiles Internet Übertragungstechnologie
Mobiles Internet Datentarife
Vor- und Nachteile bei mobilen Surfstick Tarifen mit Mindestvertragslaufzeit
Vor- und Nachteile bei mobilen Surfstick Tarifen ohne Mindestvertragslaufzeit
Flatrate oder Prepaid?
Wieviel High Speed Volumen, 500 MB, 1 GB oder doch 5 GB?
Der Internet Stick wurde für alle mobilen und stationären Computer, also Notebooks, Laptops, PCs und Netbooks entwickelt, die einen USB-Anschluss besitzen und sich in einer Gegend befinden, die den GPRS/UMTS/HSDPA/LTE Empfang erlauben. Der Stick wird in den USB-Port gesteckt, darauf installiert sich die Zugangssoftware selbstständig und anhand einer SIM-Karte erfolgt die Identifizierung. Meist ist das Surfen mittels eines Surfsticks problemlos, da vorhandene schon in der Praxis erprobte Handynetze genutzt werden.

HSDPA fähiger Surfstick von Vodafone
Anbieter von Surfsticks gibt es zwar wie Sand am Meer, allerdings produziert die Firma Huawei einen Großteil der am Markt vertriebene Ware. Unterschiede sind vor allem in der Leistung der Datenübertragung vorhanden. Es gibt momentan mehrere verschiedene Leistungskategorien von Sticks mit einer maximalen Downloadrate von:
- 3,6 Mbit/s für GPRS/EDGE/UMTS
- 7,6 Mbit/s für GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA
- 14,4 Mbit/S für GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA
- 21,6 Mbit/s für GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA
- 50,0 Mbits für GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA/LTE
Neben der Leistung gibt es noch Surf Sticks, die über ein DVBT Modul verfügen. Dadurch wird der mobile Empfang von TV Sendern ermöglicht.
Als Alternative zur normalen Hardware biete Anbieter eine UMTS-Box, die technisch wie der Stick funktioniert, jedoch eine bessere Empfangsleistung besitzt, da sie einen festen Installationsort beansprucht.
Immer mehr Hersteller verbauen in Ihren Geräten mobile Modems. Wenn Sie im Besitz eines neuen Gerätes mit integriertem mobilem Modem sind, wie Laptop oder typischerweise die Tablet PC, dann genügt die Anschaffung einer SIM Karte oder bei den Tablets mit Micro SIM. Eine weitere Alternative sind mobile Router; Diese ermöglichen, dass mehrere Geräte gleichzeitig die mobile Bandbreite nutzen können. Speziell für Smartphones, gibt es viele eigene mobile Internet Tarife, unter denen es auch gute Angebote mit besonders günstigem Minutenpreis gibt.
Die Voraussetzungen, um eine mobile Internetverbindung und Downloadmöglichkeit zu schaffen, sind entsprechende Übertragungstechnologien, die es zurzeit am Markt bereits gibt oder die sich noch in der Entwicklung befinden. Hier sind zu nennen:
- GPRS (General Packet Radio Service) mit maximaler Geschwindigkeit von 53,6 Kbit/s.
- EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) mit maximaler Geschwindigkeit von 220 Kbit/s. Das EDGE Netz ist sehr gut ausgebaut und wird verwendet, wenn kein UMTS verfügbar ist.
- UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) mit maximaler Geschwindigkeit von 384 Kbit/s ist eine bestimmte Technologie zur mobilen Datenübertragung. Deren Geschwindigkeit erhöhte sich revolutionär auf dieselbe Schnelligkeit, die ein ISDN-Anschluss ermöglichte. Ab diesem Zeitpunkt erfolgen Sprach- und Datenaustausch in ähnlicher Geschwindigkeit.
- UMTS/HSDPA: High Speed Download Packet Access (HSDPA) ist eine Erweiterung des UMTS Netzes. Mobile Datenübertragungsraten bis zu 7,2 Mbit/s sind mit dieser innovativen Technologie zurzeit Standard. Möglich sind vereinzelt aber bis 14,2 Mbit/s. Dies entspricht dem Niveau eines DSL Anschlusses und schafft Zugang zu einer erträglichen Leistungsbreite moderner Internetanwendungen.
- LTE: Long Term Evolution (LTE) wird als offizieller Nachfolger für den bis dato etablierten UMTS-Standard gehandelt. LTE revolutioniert das mobile Internet, da es eine sehr viel größere Geschwindigkeit und so auch eine höhere Datenrate ermöglicht. Dagegen sieht das komplette DSL-Netzwerk alt aus. Dank dieser neuen Technologie, sind maximal über 100 MBits/s möglich.
Die klassische Art und Weise, zu einem mobilen Internetzugang zu kommen, ist der Abschluss eines langfristigen Vertrages, der das Nutzungsrecht mittels einer bestimmten Übertragungstechnologie gewährleistet: Der Datentarif oder auch Surftarif ist dann die Verbindung zum Internet, für die innerhalb des Vertrages, verschiedene Tarifmodelle angeboten werden:
- Prepaidtarife: Diese Tarife sind am besten für gelegentliche Internetnutzer mit einem geringen Datenaufkommen geeignet. Reines surfen und das Abrufen von Mails sind mit Prepaid Tarifen kostengünstig umzusetzen.
- Flatrates: Das ist der Pauschaltarif unter den Datentarifen und bestens schon von der Telefonie her bekannt. Hier gibt es keine Zeit- und Datenmengenbegrenzung und sind mit oder ohne Mindestvertragslaufzeit erhältlich. Lediglich bezüglich der Übertragungsgeschwindigkeit erfolgt eine Drosselung ab einer bestimmten Datenmenge pro Monat.
- SIM/Micro SIM ONLY: Sind Datentarifverträge ohne Surfstick Hardware. Man erhält dann nur die entsprechende SIM-Karte. Interessant, wenn Sie im Besitz eines Internet Surfsticks oder Gerät mit mobilem Modem sind.
Als Alternative zu den festen Verträgen mit langen Laufzeiten gibt es die Möglichkeit eines Prepaid Tarifes. Bei unseren Handys sind wir bereits Prepaid-Karten gewohnt, die ein aufgeladenes Guthabenkonto abtelefonieren lassen. Genauso verfährt auch das Prinzip des Prepaid Surf Sticks oder SIM Karte. Hier zahlen Sie im Voraus ein gewähltes Zeitkontingent. Nach Ablauf erfolgt keine automatische Verlängerung, sondern Sie müssten erneut eine Paket buchen.
Vorteile: Ein längerfristiger Vertrag für die Benutzung eines Surfsticks ist den Nutzern eines Vertragshandys bereits bekannt. Die notwendige Hardware, in diesem Fall, der Stick oder bei einem Handyvertrag das Smartphone, wird meist für einen geringen Betrag zur Verfügung gestellt. Dazu erhält der Kunde eine Flatrate und oftmals zusätzliche Vergünstigungen.
Nachteile: Der Kunde bindet sich mit einem längerfristigen Vertrag über einen langen Zeitraum an ein und denselben Anbieter. Sinken die Preise, ist ein schneller Wechsel zu einem anderen Anbieter oft nicht möglich. Im Vertrag vereinbarte Kündigungsfristen müssen eingehalten werden.
Vorteile: Mobilität und Flexibilität sind Trendmerkmale, die unsere heutige Zeit näher kennzeichnen. Wie bereits erwähnt, kann über die vorhandenen UMTS-Handynetze zu jeder Zeit und an jedem beliebigen Ort auf das Internet zugegriffen werden. Da diese Technologie gerade einem großen Preisverfall ausgesetzt ist, möchten viele Nutzer lieber den Markt ein wenig beobachten und sich vorerst an keinen mit langfristig gleich bleibenden Konditionen ausgestatteten Vertrag binden. Für sie ist es von Vorteil, die Entwicklung der Preise zu verfolgen und bei Bedarf zu einem kostengünstigeren Anbieter zu wechseln. Surfstick Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit gibt es als Monatsflatrates oder in der Prepaid Variante.
Nachteile: Ohne Mindestvertragslaufzeit ist mit höheren Anschaffungskosten der Hardware und evtl. einer höheren monatlichen Grundgebühr zu rechnen. Ausserdem sollten Nutzer von bestimmten Prepaid Tarifen das Volumen im Auge behalten, sonst kann es ihm passieren, dass während eines Downloads die Verbindung aufgrund des Erreichens der maximalen Volumengrenze gekappt wird.
Einige Anbieter bringen auch ihre Ladenhüter gern bei Tarifangeboten ohne Vertragslaufzeiten unter und so bereitet eine veraltete Hardware ab und zu Probleme. Ihre Surfsticks funktionieren oft nur auf UMTS-Basis und unterstützen den Datenbeschleuniger HSDPA nicht. Außerdem muss der Prepaid-Kunde meist mit niedrigen Downloadgeschwindigkeiten rechnen, da die Anbieter die höheren Geschwindigkeiten nur ihren Vertragskunden bereitstellen.
Abhängig vom persönlichen Nutzungsverhalten sind Flatrates und Prepaid Guthaben gleichwertige Tarifformen für die Nutzung des mobilen Internets.
Bei einer Flatrate sind die monatlichen Ausgaben fix und man weiß ganz genau, welche Belastungen sich daraus ergeben. Lohnend ist eine solche Flatrate bereits, wenn man sich eine Woche im Monat mobil im Internet tummelt, indem man surft, chattet oder Mails abruft. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Flatratenutzung. Kommt es dem Nutzer nicht auf Geschwindigkeit an, kann ein Tarif abgeschlossen werden, der nur die UMTS-Nutzung vorsieht und nicht auf den Datenbeschleuniger HSDPA zurückgreift. Ansonsten sollten Power-User einen Vertrag mit der schnellen HSDPA Technik abschließen.
Bei einem geringen Datenaufkommen bis zu ca. 0,5 - 1 GB oder unregelmäßiger Nutzung des mobilen Internets ist zu einem Prepaidtarif zu raten.
Das Datenvolumen, dass in den mobilen Internet Flatrates ohne Geschwindigkeitsdrosselung abrufbar ist, beträgt zurzeit je nach Anbieter zwischen 500 MB (Megabyte) und 30 GB (Gigabyte). Im Smartphone Bereich sind auch kleinere Einheiten wie 50 MB oder 200 MB buchbar. Das Volumen umfasst alle Down- und Uploads. Als Download zählt jede einzelne Webseite, die vom Internet auf Ihren Rechner übertragen wird. Und dort liegt das Problem, das eine genaue Aussage über die Hohe des benötigten Volumens nicht zulässt. Denn je nachdem welche Seiten Sie besuchen, benötigen Sie mehr oder weniger Volumen um eine Seite abzurufen.
Welches Volumenangebot nun üblich und normal erscheint, hängt also vom Nutzungsverhalten des jeweiligen Users ab. Bis zu 500 MB sind wirklich nur den Nutzern zu empfehlen, die selten surfen, die vielleicht nur auswärts die eingehenden Mails lesen und in Kenntnis über die neuesten News und Wettervorhersagen gesetzt werden wollen.
Power-User, die mit Net- oder Notebook arbeiten, sollten schon ein Datenvolumen von bis zu 5 Gigabyte inkludieren, um nicht zu schnell an die Volumengrenze zu stoßen und sich dann über die Drosselung zu ärgern. Besonders bei der Übertragung von Bilddaten oder Videobotschaften hört der Spaß bei einem Vertrag mit geringem Datenvolumen schnell auf. Ebenso erhöhen sinnvolle Virenscanner, sofern diese Anwendungen mobil durchgeführt werden müssen, durch häufige Updates und Aktualisierungen das Volumen.
Wenn Sie Hilfe bei der Ermittlung des Volumens benötigen, finden Sie hier einige Tipps.